Generaloberin
* 31. Oktober 1825 in Meggen bei Luzern in der Schweiz
† 16. Juni 1888 in Ingenbohl in der Schweiz
Anna Maria Katharina Scherer wurde am Bürgerspital in Luzern in Hauswirtschaft und Krankenpflege ausgebildet. Sie lernte Theodosius Florentini kennen, trat 1845 den von diesem gegründeten "Menzinger Schwestern" bei, erhielt den Ordensnamen Maria Theresia und wirkte dann als Lehrerin an verschiedenen Orten - die Befähigung, das Lehramtsexamen zu bestehen, hatte sie sich selbst beigebracht. Ab 1850 betreute sie in Näfels Arme und die Mädchen der dortigen Industrieschule, 1852 wurde sie Oberin des von Florentini aufgebauten Kreuzspitals in Chur. 1856 wechselte sie zu den ebenfalls von Florentini im Jahr zuvor gegründeten "Ingenbohler Schwestern", den "Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz" und wurde 1857 deren erste Generaloberin. Unter ihrer Leitung entwickelte sich ein vielseitiges Werk der Krankenpflege, Armenfürsorge und Mädchenbildung. In besonderer Weise kümmerte Maria Theresia sich auch um die Fürsorge für Taubstumme. 1865 starb Florentini, Maria-Theresia führte das durch dessen industrielles Engagement stark verschuldete Werk fort, tilgte die Verbindlichkeiten und ermöglichte trotz der finanziellen Schwierigkeiten eine Blüte ihrer Kongregation.
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